Weingebiet: Abruzzen

Vereinigte Weingebiete Italien Italien Abruzzen Abruzzen
Abruzzen

Karte Abruzzen

Weinbaulandschaft Abruzzen In der Bergregion gehen die Ursprünge des Weinbaus mit Gewissheit auf die Zeit um 1300 zurück. Für ein Gebiet stellen die Kataster des XV. Jahrhunderts, die "Unzenkataster" des XVIII. Jahrhunderts und die "Napoleonischen Kataster" des beginnenden XIX. Jahrhunderts die wichtigsten historischen Quellen dar. In anderen Gegenden bezieht man sich auf die "Statuten von L'Aquila" aus dem 14. Jahrhundert, auf die Schriften des Razzi aus dem 16. Jahrhundert und später auf die "nationale Reisebeschreibung des Landes der Peligni" von Michele Torcia, aus dem Jahre 1792. Auch andere historische Dokumente bezeugen das Vorhandensein und die Entwicklung des Weinbaus in dieser Bergregion. Die Daten heben eine starke Veränderung der Rebflächen im Laufe der Zeit hervor: Von wenigen hundert Hektaren im 15. Jahrhundert wurde ein Anstieg auf einige tausend Hektare im 18. Jahrhundert verzeichnet, die später nach und nach wieder geringer wurden, wobei der Rückgang vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten sehr stark war. Der Weinbau und die Landwirtschaft im Allgemeinen waren mit der demografischen Entwicklung in den einzelnen Ortschaften verknüpft.

Strukturdaten

Gesamte Rebfläche in der Region Abruzzen (ha)

36.000

Gesamte Rebfläche mit Strukturschwierigkeiten (Höhenlage, starkes Gefälle, Terrassierungen) (ha)

320,5

Flächen mit Gefälle > 30%

20

Flächen in Höhenlagen > 500 m ü. d. M. (ha)

300,5

Terrassierte Flächen (ha)

0

Höhenmessungsgrenze der Weinberge (m ü. d. M.)

Bis ca. 800 m.s.l.m.

Verteilung der Weinberge mit Strukturschwierigkeiten auf dem Territorium

Gebiete am Fuße der Bergkette und in den Bergregionen in der Provinz L'Aquila sowie sehr marginal in den Provinzen Chieti, Pescara und Teramo.

(2006 aktualisierte Daten)



Aufteilung der Rebflächen

Die Betriebe sind klein, und 70 % von ihnen erstrecken sich über weniger als 0,5 ha und bearbeiten 50 % aller Rebflächen. 25 % der Unternehmen haben Ausmaße von 0,5 ha bis 3 ha; auf sie entfallen 20 % der Flächen. Nur 5 % der Betriebe verfügen über mehr als 3 ha und repräsentieren damit 30 % der Flächen.

Weinbaulandschaft

Das Gebiet liegt je zu einem Teil im Nationalpark der Maiella, im Nationalpark des Gran Sasso und (Valle Subequana) im Regionalpark Velino-Sirente.
Die Weinberge sind im Allgemeinen spezialisiert. Bei den ältesten findet man auch Obstgärten (Apfelbäume, Birnbäume, usw.). Die Hanglagen werden in Richtung des Gefälles bewirtschaftet. Terrassierungen oder breite Stufen sind selten. Die Weinberge befinden sich zum Teil in der Nähe der Dörfer, während andere verstreut liegen.
Die Bauernhäuser und Kellereien befinden sich in den Ortschaften, während es nahe den Weinbergen nur kleine, alte Unterstände gibt. Gewöhnlich sind die Weinberge über landwirtschaftliche Schotterstraßen oder gestampfte Feldwege zu erreichen, aber auf jeden Fall sind sie wenigstens mit Landwirtschaftsfahrzeugen befahrbar.


Hauptsächlich angebaute Weinreben

Die Weinreben mit weißen Trauben sind:

  • Trebbiano
  • Passerina
  • Malvasia
  • Moscato
  • Chardonnay
  • Pecorino
Die Weinreben mit roten Trauben sind:

Montepulciano