11.08.2008

ANERKENNUNGEN FÜR DEN WEINBAU IN BERGREGIONEN

Die neue OCM des Weinbausektors, die Verordnung 479/2008 der Europäischen Gemeinschaft, die allgemeine Organisation des Weinbausektors betreffend, hat die Verordnung 1493/1999 ersetzt und erkennt die Eigenartigkeit des Weinbaus in den Bergregionen und Steillagen an.
 
Die neue OCM des Weinbausektors, die Verordnung 479/2008 der Europäischen Gemeinschaft, die allgemeine Organisation des Weinbausektors betreffend, hat die Verordnung 1493/1999 ersetzt und erkennt die Eigenartigkeit des Weinbaus in den Bergregionen und Steillagen an. Dadurch wird es den Mitgliedsstaaten erlaubt, für solche Formen des heldenhaften Weinbaus Förderungsstrategien zu definieren.


Besonders in der Einleitung wird zur Vermeidung von Umweltproblemen empfohlen, Weingelände in Bergregionen oder an steilen Hängen sowie in einigen kleinen Inselgebieten nicht zu entwurzeln.


Der Artikel 104, Paragraph 4, weist spezifisch darauf hin, dass die Mitgliedsstaaten die Verfügung zur Entwurzelung als unzulässig erklären können für Weingelände in Bergregionen und Steillagen, gem. den in der Verordnung 555/2008, Art. 68, aufgeführten Konditionen (Bergregionen über 500 m Höhe, die Hochebenen ausgenommen; Gebiete mit über 25 % Gefälle; Gebiete mit Terrassierungen).

Die neue Verfügung zur Entwurzelung erkennt jenen Weinbauern, die sich entscheiden, bis zur Weinlese 2010/2011 Weingelände zu entwurzeln, eine Prämie zu. In Bergregionen und Steillagen würde man infolge dieser Maßnahme Gefahr laufen, für wenige Euro die harte Arbeit aufs Spiel zu setzen, die die Menschen über Jahrhunderte hinweg auf sich genommen haben, um den Weinbau den steilen Berghängen anzupassen, und die hydrogeologische Stabilität der Abhänge zu gefährden.


Der Paragraph 9 des Artikels 104 sieht außerdem vor, dass die Mitgliedsstaaten den Weinherstellern der von der Entwurzelungsverfügung ausgenommenen Gebiete die Priorität bei anderen in der Verordnung vorgesehenen Fördermaßnahmen geben können, insbesondere, wo anwendbar, bei den Umstrukturierungs- und Umstellungsmaßnahmen im Rahmen der Förderprogramme und Maßnahmen zur Entwicklung der ländlichen Gegend.


"Ein erster Erfolg", verkündet CERVIM-Präsident François Stevenin, "aber der Weg, den wir vor uns haben, ist noch lang. Seit Jahren setzt sich das CERVIM für das Überleben des Weinbaus in den Bergregionen und Steillagen ein, für den Schutz und die Erhaltung der ländlichen Umwelt sowie der wirtschaftlichen und önotouristischen Aktivitäten, die durch den Weinbau dieser Gebiete intensiviert werden können".


In den nächsten Monaten wird das CERVIM die Annahme dieser Bestimmungen in den betreffenden Mitgliedsstaaten überwachen und jene Territorien fördern, die nicht gerecht geschützt und gefördert werden, und wird sich im Rahmen der wichtigsten europäischen Konferenztische als qualifizierter Gesprächspartner einbringen.

GALLERIEgALLERIE