Tätigkeitsbereich

Seit jeher setzt sich das CERVIM für die Anerkennung des "heroischen Weinbaus" und dessen Produkte ein, indem es Studien, Forschungen und Kongresse fördert.
Die Tätigkeit des Zentrums hält sich an folgende Richtlinien:

  1. Koordinierung der wissenschaftlichen Forschung und der technologischen Neuerungen durch die Förderung der Kontakte und des Erfahrungsaustausches unter den Fachleuten und Forschern, die im Steillagenweinbau tätig sind;
  2. Schutz und Verteidigung der in diesen Regionen arbeitenden Winzer durch Verhandlungen mit den im Bereich des Weinbaus gesetzgebenden Institutionen: Europäische Union, O.I.V., AREV und Ministerium für Landwirtschaft;
  3. Aufwertung der in diesen schwierigen Gegenden hergestellten Weine durch die Hervorhebung von deren Besonderheiten und Eigentümlichkeiten.

Wissenschaftliche Forschung

2006 wurde in Saint Vincent im Aostatal der 1. Internationale Kongress über den Bergweinbau organisiert, an dem über 300 Fachleute (Universitätsprofessoren, Forscher, Weintechniker, Studenten und Winzer) aus 6 europäischen Ländern (Portugal, Spanien, Frankreich, der Schweiz, Deutschland und Italien), sowie aus Brasilien und aus Nordamerika teilnahmen.
Dank des riesigen Erfolgs dieser Veranstaltung (insgesamt wurden nämlich 51 Forschungsarbeiten eingereicht) beschloss der Verwaltungsrat des Zentrums, diesen wissenschaftlichen Kongress im Zweijahrestakt zu wiederholen.
Im Mars 2008 für 3 Tage, die das Ribeira Sacra hat auf Einladung der Zweiten Internationalen Kongress über die Mountain Viticoltura und Forte Wand. " Die Ernennung sehr technisch-wissenschaftlichen Bedeutung, wurde organisiert von CERVIM (Zentrum für Forschung, Studium, Schutz, Koordinierung und Entwicklung für die Mountain Viticoltura) und der Xunta von Galicien in Zusammenarbeit mit den Consell Regulatory DO Ribeira Sacra.
Sie nahmen an dem Kongress Tag mehr als 230 Fachleute (Wissenschaftler, Forscher, Techniker, Studenten und Profis) aus 6 europäischen Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal, Spanien und der Schweiz), sowie aus Nordamerika und aus Südafrika. Wurden von 91 Arbeiten, von denen 39 als mündliche Kommunikation und 52 in Form von Postern. Vier Sitzungen: 1) Geschichte und Kultur der Berg Weinbau und / oder steilen Hängen; 2) Technologie der Weinerzeugung und Wein; 3) Wirtschaftliche und soziale Aspekte; 4) Umwelt-, Land-und Landschaft.
Die Interventionen der Referenten und Moderatoren der gleichen Schlussfolgerungen der zweiten Auflage des Internationalen Kongresses haben und hervorzuheben, was das kulturelle Erbe, Landschaft-Planung, technische und wirtschaftliche heroischen vertreten durch Weinberge und die daraus resultierenden Produkte.
Im Jahr 2006 wurden ebenfalls die Ergebnisse des Projektes CRAFT Eagle Wines vorgelegt.
Das im März 2003 gestartete, zweijährige Projekt hatte sich die technische Unterstützung des Bergweinbaus zum Ziel gesetzt. Priorität hatte dabei die korrekte Bewertung einheimischer Weinberge (identifiziert in den berühmtesten Weinregionen Europas), welche vor dem Aussterben unbedingt gerettet werden mussten. Man wollte außerdem genaue und systematische wissenschaftliche Analysenmethoden erarbeiten, um Weine höchster Qualität zu gewinnen.
Diese Studie wurde mit der finanziellen Unterstützung von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft durch das Forschungsprogramm "Qualità della vita e gestione delle risorse umane", (Lebensqualität und Verwaltung der menschlichen Ressourcen) QLK5-CT-2002-71233, "Miglioramento sostenibile di varietà autoctone di vite in aree di montagna" (Erträgliche Verbesserung einheimischer Weinreben in Berggegenden) durchgeführt.
Am Projekt wurden Betriebe und Forschungszentren aus Italien, Spanien, Frankreich und Portugal beteiligt.

Schutz und Verteidigung des "heroischen Weinbaus"

Während der Reorganisation der OCM (gemeinsamen Marktorganisation für den Wein) bot sich das CERVIM als Ansprechpartner bei der Europäischen Kommission und reichte eine von 19 italienischen und ausländischen Weinregionen oder –gebieten unterzeichnete Bittschrift ein. Darin wurde die Europäische Union aufgefordert, den Berg- bzw. Steillagenweinbau durch die Abschaffung der den Erhalt dieser Regionen beeinträchtigenden Verpflichtungen und Vorschriften und durch die Einplanung einer gebietsbezogenen Wiederanbauprämie zu schützen.

Außerdem wurde die Vereinbarung zwischen dem CERVIM und der AREV (Versammlung der Europäischen Weinbauregionen) für den Schutz des Weinbaus in schwierigen Gegenden durch ein Kooperationsprotokoll offiziell bestätigt und durch die Einrichtung einer Kommission für den Steillagenweinbau konkretisiert. Diese Kommission ist gerade dabei, die erste Zählung der oben genannten Gegenden vorzunehmen.

Während der 79. Generalversammlung der OIV, die am 9. Juli 1999 in Mainz (D) stattfand, wurde eine Resolution (Weinreben 2/99) über historische Weinlandschaften im Gebirge und/oder an sehr steilen Hängen verfasst.

Am 25. November 2000 wurde in Sondrio ein Manifest über den Bergweinbau unterzeichnet, das man dann der Gruppe "Bergfreunde" des Europäischen Parlaments am 16. Mai 2001 in Straßburg vorgestellt hat.
Seit Juni 2002 ist ein Vertreter des CERVIM Mitglied in den Arbeitsgruppen, die vom Ministerium für Agrar- und Forstwirtschaft mit dem Ziel eingerichtet wurden, das Reglement der OCM (gemeinsamen Marktorganisation für den Wein) zu reformieren.

Aufwertung des "heroischen Weinbaus“

 
Seit 1991 organisiert das CERVIM den Internationalen Wettbewerb der Steillagenweine, womit es in erster Linie die Produkte des Bergweinbaus aufwerten und fördern will.


2007 hat man die 15. Veranstaltung des Wettbewerbs gefeiert, welche von der Einführung zahlreicher Neuheiten wie etwa der wertvollen Zusammenarbeit des Internationalen Önologenverbandes, der Neugestaltung von den Kategorien der zugelassenen Weine und der Verleihung von CERVIMS Sonderpreis gekennzeichnet war.

Die Preise des Internationalen Wettbewerbs der Bergweine sind folgendermaßen gegliedert:


  •  Ehrenauszeichnung: ex-aequo für die Weine mit der höchsten Punktezahl (maximal 30% der Weine aus jeder Kategorie), vorausgesetzt, dass sie mindestens 80 Hundertstel nach der Bewertungsmethode der "Union Internationale des Œnologues“ (Internationalen Vereinigung der Önologen) erreicht haben.
  • Große Goldmedaille, Goldmedaille, Silbermedaille: für die 3 besten Weine jeder Kategorie, welche die höchste Punktezahl erhalten. Voraussetzung ist auch in diesem Fall das Erreichen von mindestens 80 Hundertsteln.
  • Sonderpreis "CERVIM 2008“: für den Weinbaubetrieb jedes einzelnen Landes, der am besten abgeschnitten hat. Zusammengezählt werden die höchsten Punkte von drei Weinen, die drei verschiedenen Kategorien angehören. Auch in diesem Fall müssen die Weine mindestens 80 Hundertstel erreicht haben.
Ein anderes wichtiges Mittel zur Wissensvermittlung ist CERVIMS Zeitschrift "Viticoltura di Montagna",  deren erstes Heft im Jahr 1990 herausgegeben wurde.
Es handelt sich um ein kostbares Informationsblatt für die gesamte internationale Gemeinschaft der Bergwinzer.


Die Inhalte von höchstem technisch-wissenschaftlichem Wert richten sich hauptsächlich an wissenschaftliche Forscher, Techniker, Verantwortliche der Weinbaupolitik Winzer und Fachleute.

2006 hat das CERVIM einen Dokumentarfilm mit dem Titel "Uomini Vigneti & Vini nella Viticoltura eroica" (Menschen, Weinberge und Weine im heroischen Weinbau) produziert, um jene typischen Gesten und Situationen der Bergleute vorzustellen, welche den "heldenhaften" Charakter des Bergweinbaus und die harte Menschenarbeit hervorheben. Diese Anstrengung dient nicht nur dem Weinbau, sondern sie trägt auch zum Erhalt der Umgebung und der Landschaft bei und wird fast nie richtig belohnt.
Die Landschaften von außerordentlichem Reiz, die zwischen Tradition und Erneuerung zu schweben scheinen, stellen einen unschätzbaren Reichtum dar, den unsere Generation auf gar keinen Fall verlieren darf.