Weingebiet: Douro

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Douro

Nôrte Douro

Weinbausysteme im Douro-TalDie Geschichte des Weinbaus im Douro-Tal hat sehr antike Wurzeln. Der wichtigste Aspekt ist, dass über die Jahrhunderte hinweg zahlreiche gesetzliche Maßnahmen mit dem Ziel getroffen worden sind, den Wein und die Region Douro zu fördern. Mitte des XVIII. Jahrhunderts gründete der Marquis von Pombal mit Dekret vom 10. September 1756 die Allgemeine Weinbaugesellschaft des Oberen Douro. Die Bestimmung des Marquis von Pombal hat das moderne Konzept der Denomination des Gütezeichens für kontrollierte Qualität (D.O.C.) in die Weltgeschichte des Weins eingeführt.
Bis in die letzten 25 Jahre des XIX. Jahrhunderts, der Zeit der Plagen durch Rebläuse, Mehltau und die Pilzkrankheit Peronospora, die einen großen Teil der Weinberge der Region zerstörten, wurden die Weinreben in engen Reihen angebaut. Noch heute sind auf weiten, unbebauten oder anderweitig bepflanzten Gebieten die alten Mauern sichtbar, die sogenannten "murtorios". Bei späteren Neubepflanzungen ist der Boden durch den Bau von kleinen Steinmauern oder durch horizontale Terrassen mit Erdböschung befestigt worden.


Strukturdaten

Gesamte Rebfläche des Douro-Tals (ha)

45.546

Gesamte Rebfläche mit Strukturschwierigkeiten (Höhenlage, starke Gefälle, Terrassierungen) (ha)

37.592

Flächen mit Gefälle > 30%

17.407

Flächen in Höhenlagen > 500 m ü. d. M. (ha)

19.740

Terrassierte Flächen (ha)

27.357

Höhenmessungsgrenze der Weinberge (m ü. d. M.)

850

Verteilung der Weinberge mit Strukturschwierigkeiten auf dem Territorium

Längs der Ufer des Douro und seiner Nebenflüsse Varosa, Corgo, Ceira, Tedo, Távora, Torto, Pinhão, Tua, Sabor und Côa.

(2006 aktualisierte Daten)


Aufteilung der Rebflächen
7,1 % der Flächen gehören Betrieben, die sich über mehr als 10 Hektar erstrecken. Jene Betriebe stellen 0,1 % aller Unternehmen dar. Die Ausdehnung von 1 bis 10 ha betrifft 40 % der Flächen und 5,5 % der Betriebe. 17 % der Flächen entfallen auf Betriebe der Größe von 0,5 bis 1 ha; dies sind 7,7 % aller Betriebe. 86,7 % der Unternehmen verfügen über weniger als 0,5 ha und nehmen 35,9 % aller Flächen ein.

Weinbaulandschaft
Während die Weinreben einst auf engen, durch Steinmauern gestützten Terrassen angebaut wurden, sind sie heute meistens auf horizontalen Terrassen mit Erdböschung angepflanzt. Wenn das Gefälle es erlaubt, werden die Reben in Richtung der Falllinie angebaut. Ein weiteres typisches Element ist mit der Tatsache verbunden, dass in dieser Region traditionsgemäß der Portwein hergestellt werden muss, ausgehend vom Verschneiden verschiedener Weinreben, die sich den unterschiedlichen Mikroklimata anpassen und dadurch eine höhere Qualität garantieren können. Die Landschaft hat derart besondere Charakteristiken, dass 24.600 ha im Jahre 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden sind.

Hauptsächlich angebaute Weinreben

Die Weinreben mit weißen Trauben sind:

  • Codega
  • Malvasia fina
  • Malvasia rei
  • Malvasia preta
  • Gouveio verdelho
  • Codega larinho
  • Carrega branco
  • Moscatel galego
  • Fernão Pires
Die Weinreben mit roten Trauben sind:

  • Touriga francesa
  • Tinta roriz
  • Tinta barocca
  • Tinta amarela
  • Mourisco
  • Rabigato
  • Tinta Carvalha
  • Touriga nacional

 
Daten wurden zur Verfügung gestent::
IVDP – Jorge Dias