Weingebiet: Steiermark

Vereinigte Weingebiete Osterreich Osterreich Steiermark Steiermark
Steiermark

Steiermark - Weststeiermark, Südsteiermark, Südosteiermark

Weinberge in der SteiermakWie aus archäologischen Funden hervorgeht, wurden in der Steiermark bereits in der vorrömischen Zeit von keltischen Völkern Weinreben angebaut. Das erste Dokument, in dem das Vorhandensein von Weinbergen erwähnt wird, geht auf den 20. November 890 zurück und bezieht sich auf den Ort Pettau (im heutigen Slowenien).
Während des Mittelalters verbreitete sich der Weinbau und wurde schließlich auch in den Nebentälern betrieben. Die Expansion dauerte bis ins XVI. Jahrhundert an. Danach verringerten sich die Flächen, auf denen Weinreben angebaut wurden, infolge klimatischer Veränderungen, türkischer Invasionen, hoher Steuerbelastungen, der Wirren des Dreißigjährigen Krieges sowie der steigenden Bierproduktion, beträchtlich.
Um einen neuen Aufschwung des Weinbaus und der Weinerzeugung zu ermöglichen, erließ Kaiser Joseph II. 1784 das sogenannte "Buschenschankpatent". Dieses erlaubte den Ausschank von hausgemachtem Wein direkt am Herstellungsort. Krankheiten und Schädlinge, die Ende des 19. Jahrhunderts aus Übersee in dieses Gebiet gelangten, sowie die Weltkriege führten zu einem Rückgang der Rebflächen von 34.000 ha auf die heutigen ca. 4.000 ha.

Strukturdaten

Gesamte Rebfläche der Steiermark

4.178

Gesamte Rebfläche mit Strukturschwierigkeiten (Höhenlage, starkes Gefälle, Terrassierungen) (ha)

3.705

Flächen mit Gefälle > 26% (ha)

3.705

Flächen in Höhenlagen > 500 m ü. d. M. (ha)

200

Terrassierte Flächen (ha)

50

Höhenmessungsgrenze der Weinberge (m ü. d. M.)

700

Verteilung der Weinberge mit Strukturschwierigkeiten auf dem Territorium

Hügelabhänge und Bergregionen

(2006 aktualisierte Daten)


Aufteilung der Rebflächen
71 % der Gesamtfläche entfallen auf Betriebe mit einer Größe von weniger als 1 ha. Betriebe der Größenordnung zwischen 1 und 3 ha machen 20 % der Fläche aus, während auf Betriebe mit 3 – 5 ha 6 % der Gesamtfläche und auf jene, die sich über mehr als 5 ha erstrecken, 3 % der Fläche kommen.

Weinbaulandschaft

Die südliche Region ist das größte einheitliche Weinbaugebiet der Steiermark und schließt den westlichen Teil der Provinz Leibnitz mit ein, so dass es sich bis an den Fluss Mur erstreckt. Auf ca. 2.200 ha Rebfläche reifen weiße Trauben von ausgezeichneter Qualität. Im weiten Sausal-Gebiet befinden sich, bei einem Gefälle von fast 70 %, die steilsten Weinberge der Steiermark.

Die Südoststeiermark umfasst alle östlich des Flusses Mur angebauten Weinreben und dieses Weinbaugebiet beläuft sich auf ca. 1.400 ha.

Die Weststeiermark wird auch das Schilcherland genannt und umfasst Graz und Umgebung sowie Voitsberg und Deutschlandsberg. Mit seinen 500 ha ist dies das steirische Weinbaugebiet mit der geringsten Rebfläche.

In den drei Regionen werden die Weinreben in Richtung der Falllinie angebaut, und zwischen den Reihen lässt man Gras wachsen. Hier sind neben dem Weinbau auch andere Anbauarten zu finden. Die Ortschaften liegen vereinzelt inmitten der Weinberge. Es ist ein Straßennetz vorhanden, das die Verbindung sowohl zu den Weinbergen als auch zu den Betrieben garantiert.

Hauptsächlich angebaute Weinreben
Die Weinreben mit weißen Trauben sind:

  • Welschriesling
  • Pinot bianco
  • Müller Thurgau
  • Sauvignon blanc
  • Gelber Muskateller
  • Gewürztraminer
Die Weinreben mit roten Trauben sind:

  • Blauer Wildbacher
  • Zweigelt
Daten wurden zur Verfügung gestellt vom
LANDESWEINBAUVERBAND STEIERMARK - M. Werner Luttenberger