Weingebiet: Valcamonica

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Valcamonica

Weinberge in der Valcamonica (Foto Weingut Bignotti)Im Valcamonica war der Weinbau schon in der Römerzeit vorhanden, doch vor allem im Niedermittelalter (von 1001 bis 1321) beginnt man, die Grundlagen für die moderne, hoch spezialisierte Kultur, die wir heute kennen, zu schaffen. Dokumente verschiedener Art aus jener Epoche bezeugen die wirtschaftliche Bedeutung, die der Weinbau inne hatte.
Dank der venezianischen Vorherrschaft entwickelte sich der Weinbau im 16. Jahrhundert deutlich, aber gegen Ende des Jahrhunderts ging ein Großteil der Pflanzen ein, was zur Verringerung der Rebflächen führte. Im 18. Jahrhundert riefen widrige Wetterverhältnisse eine schwere Krise hervor. Nachdem im darauf folgenden Jahrhundert das Problem der epidemischen, aus Übersee eingeführten Pflanzenkrankheiten überwunden wurde, begann für den Weinbau im Valcamonica ein neuer Aufschwung, der zu einer Ausdehnung der Rebflächen auf 2.000 ha im Jahre 1970 führte. Danach nahmen die Rebflächen erneut ab, bis auf die heutigen ca. 140 ha.

Strukturdaten

Gesamte Rebfläche im Valcamonica-Gebiet / Provinz Brescia (ha)

108

Gesamte Rebfläche mit Strukturschwierigkeiten (Höhenlage, starkes Gefälle, Terrassierungen) (ha)

ca. 83

Flächen mit Gefälle > 30% (ha)

13

Flächen in Höhenlagen > 500 m ü. d. M. (ha)

23

Terrassierte Flächen (ha)

52,20

Höhenmessungsgrenze der Weinberge (m ü. d. M.)

ab 250 bis 750 m ü. d. M..

Verteilung der Weinberge mit Strukturschwierigkeiten auf dem Territorium

Von Darfo bis Sellero orographisch links und vor allem rechts des Flusses Oglio.

(2006 aktualisierte Daten)


Aufteilung der Rebflächen

Besonders verbreitet, und zwar in 67 % der Fälle, sind kleine Betriebe mit weniger als 0,2 ha. Auf sie entfallen 50 % aller Flächen. 32 % der Unternehmen erstrecken sich über 0,2 bis 1 ha und repräsentieren 43 % der Gesamtflächen. Nur 1 % der Betriebe verfügt über 1 bis 3 ha und bearbeitet 7 % aller Flächen.


Weinbaulandschaft

Ein Teil des Weinbaugebietes liegt im Adamello-Park.
Die Weinreben werden hauptsächlich nach traditioneller Art auf Terrassierungen angebaut, die von Trockenmauern gestützt sind. Meistens handelt es sich hierbei um eine Monokultur. Nur in wenigen Fällen ist in der Nähe auch Gemüseanbau zu finden. Immer häufiger wird das Weinbaugebiet von Laubwäldern unterbrochen oder von Flächen, auf denen einst Weinreben gediehen, und die noch Spuren der ehemaligen Kultur tragen.

Die im Allgemeinen schlechten ländlichen Straßenverhältnisse sind einer der Faktoren dafür, dass die Entwicklung des Weinbaus nur beschränkt möglich ist, und einer der Gründe für die Aufgabe zahlreicher Rebparzellen.


Hauptsächlich angebaute Weinreben


Die Weinreben mit weißen Trauben sind:

  • Trebbiano
  • Incrocio Manzoni
  • Müller-Thurgau
  • Riesling renano
  • Chardonnay
  • Pinot bianco
Die Weinreben mit roten Trauben sind:

  • Merlot
  • Marzemino
  • Brabera
  • Incrocio Terzi
  • Ciliegiolo
  • Valcamonec
  • Sebina