Weingebiet: Wachau

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Wachau

Niederösterreich - Wachau, Kremstal, Kamptal

Weinberge in der WachauDas erste Dokument, in dem vom Weinanbau die Rede ist, geht auf das Jahr 511 n. Chr. zurück, als Eugippus die Biographie seines Mentors, des hl. Severin, schrieb und berichtete, dass der Heilige in der Nähe der römischen Festung Favianis, der heutigen Stadt Mautern, einen Zufluchtsort fand, genannt "an den Weingärten", wo er 470 n. Chr. lebte.
1156 wurde das Gebiet an der bayrischen Grenze zum Fürstentum von Österreich ernannt, und 1285 wurde Leuthold II. “Oberster Schenk in Österreich”, was heutzutage der höchste Sommelier des Staates wäre. Jenes Jahrhundert war die erste große Ära des Weinbaus. Bayrische Klöster erhielten Weinberge in der Wachau; die an Hanglagen realisiert wurden.

Ab 1250 wurde der Name "Thal Wachau" mehr als sechs Jahrhunderte lang benutzt, um die Gegend um die Orte Weissenkirchen, Wösendorf, Joching und St. Michael zu bezeichnen, bis 1850 das österreichische Weingesetz die im Laufe vieler Jahrhunderte natürlich gewachsenen Grenzen anerkannte und die Ortschaften Dürnstein, Mautern, Gergern, Rossatz, Weissenkirchen und Spitz zu einer Region zusammenschloss, nämlich der Wachau.

Strukturdaten

Gesamte Rebfläche der Wachau, des Kremstals und des Kamptals (ha)

7.600

Gesamte Rebfläche mit Strukturschwierigkeiten (Höhenlage, starkes Gefälle, Terrassierungen) (ha)

1.150

Flächen mit Gefälle > 30% (ha)

750

Flächen in Höhenlagen > 500 m ü. d. M. (ha)

0

Terrassierte Flächen (ha)

1.150

Höhenmessungsgrenze der Weinberge (m ü. d. M.)

210 - 450

Verteilung der Weinberge mit Strukturschwierigkeiten auf dem Territorium

Wachau 650 ha

Kremstal 350 ha

Kamptal 150 ha

(2006 aktualisierte Daten)


Aufteilung der Rebflächen

60 % der Rebflächen entfallen auf Betriebe, die sich über mehr als 3 Hektar erstrecken. Diese entsprechen 23,4 % der gesamten Betriebe. Die Größe zwischen 1 und 3 ha betrifft 25,9 % der Fläche und 28,5 % der Unternehmen. Die Mehrzahl der Betriebe - 40,8 % - liegt in der Größenordnung zwischen 1 und 0,2 ha und bearbeitet 10,8 % der Flächen. 7,3 % aller Betriebe haben weniger als 0,2 ha; auf sie entfallen 0,7 % der Rebflächen.

Weinbaulandschaft

Der Boden besteht auf den Terrassen im Wesentlichen aus abgetragenem Primärgestein und an den Hängen aus kleinen Lössinseln, leichten, sandigen Böden. Bis 450 m ü. d. M. wird Wein angebaut und somit 250 m über der Donau. Die Qualität der Weine aus der Wachau ist in erster Linie auf die in Terrassierungen angebauten Reben zurückzuführen.

Der Weinanbau in der Ost-Wachau ist spezialisiert und wird neben dem Obstbau betrieben. Die Weinkellereien sind hauptsächlich, im Verband zusammengeschlossen, in Gebäuden in den Ortschaften. Mit 28.000 Einwohnern ist Krems die wichtigste Stadt der Region.

Im Jahr 2000 ist die Wachau von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und mit dem Europäischen Diplom für Naturschutzgebiete ausgezeichnet worden.

Hauptsächlich angebaute Weinreben

Die Weinreben mit weißen Trauben sind:

  • Grüner veltliner
  • Riesling
  • Müller Thurgau
  • Neuburger
  • Pinot bianco
  • Frühroter veltliner
  • Muskateller
Die Weinreben mit roten Trauben sind:

  • Blauer zweigelt
  • Blauer portugieser
  • St. Laurent
Daten zur Verfügung gestellt von der
BEZIRKSBAUERNKAMMER – KREMS – Konrad Hackl